VDÄPC-Kongress 2026 in Berlin: Programm, Themen und internationale Expertise auf einen Blick

VDÄPC-Kongress 2026 in Berlin: Programm, Themen und internationale Expertise auf einen Blick

30 Jahre VDÄPC: Jubiläumskongress im Grand Hyatt Berlin

Am 13. und 14. März 2026 findet im Grand Hyatt Berlin am Marlene-Dietrich-Platz die 30. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) statt – das traditionsreichste Fachtreffen für ästhetische Chirurgie in Deutschland. Unter dem Leitmotiv „Uniting Aesthetic Expertise“ treffen sich Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie aus über 15 Ländern, um aktuelle Techniken, neue Forschungsergebnisse und kontroverse Themen der Branche zu diskutieren.

Der Kongress ist bereits sehr gut gebucht, wie die Veranstalter mitteilen. Für die Teilnahme werden 12 CME-Punkte der Ärztekammer Berlin vergeben.

Die Themen: Von Deep Plane Facelift bis Künstliche Intelligenz

Das wissenschaftliche Programm umfasst 13 Sessions über zwei Tage und spiegelt die aktuellen Trends der ästhetischen Chirurgie wider. Ein Überblick über die Schwerpunkte:

Gesichtschirurgie und Rejuvenation bilden den größten Themenblock. Eine eigene Session widmet sich der Stirn- und Brauenstraffung, von der endoskopischen Technik bis zum „Presto Brow Lift“. Die Session „What I do and no longer do in Facial Aesthetic Surgery“ am Samstagnachmittag verspricht besonders ehrliche Einblicke: Hier berichten erfahrene Chirurgen darüber, welche Techniken sie aufgegeben haben – und warum. Deep Plane Facelift, SMAS-Konzepte und Neck Lift werden von internationalen Experten wie Jay Calvert (Beverly Hills), Vladimir Mitz (Paris), Nora Nugent (UK) und Ramtin Kassir (New York) beleuchtet.

Rhinoplastik erhält ebenfalls eine eigene Session. Vorgestellt werden unter anderem die „Dorsal Preservation Rhinoplasty“ mittels subdorsaler Keilexzision, Strategien zur Nasenspitzenverfeinerung und eine qualitative Studie zu TikTok und veränderten Wahrnehmungen der Nasenästhetik.

Injectables und Komplikationsmanagement sind mit einer eigenen Session vertreten. Besonders relevant: Die Vorträge zu Filler-Komplikationen mit Calciumhydroxylapatit (Dr. Michaela Montanari, Bochum) und zum Management von Komplikationen nach ästhetischen Fillerbehandlungen (Dr. Gulshan Ahmadli, Hannover). Auch die Rolle von Biostimulantien als Ergänzung chirurgischer Eingriffe wird diskutiert.

Brustchirurgie ist mit zwei Sessions vertreten. „Implant Free Breast Enhancement – Are only the Fat addicts right?“ fragt provokant, ob die Brustvergrößerung ohne Implantate die Zukunft ist. Daneben werden OP-Strategien bei Implantatkomplikationen, das Thema BIA-ALCL und Aufklärungspflicht sowie neue Implantatformen behandelt.

Body Contouring umfasst sowohl chirurgische als auch nicht-chirurgische Verfahren. Hervorzuheben sind Vorträge zum „Mummy Make Over und Daddy-Do-Over“ – dem Trend, dass auch Männer nach Gewichtsverlust oder Alterung zunehmend Körperstraffungen nachfragen. Die 3D-Abdominoplastik mit ultraschallgestützter Liposuktion (Prof. Cemal Senyuva, Istanbul) und das Axilla-Lifting gehören zu den spezifischeren Themen.

Geschlechtsangleichende Chirurgie bei nicht-binären Patienten ist erstmals mit einer eigenen Session vertreten – ein Zeichen dafür, dass die ästhetische Chirurgie zunehmend auf die Bedürfnisse einer diversen Patientenschaft eingeht. Themen sind unter anderem Facial Feminisation, Brust-OPs bei nicht-binären Patienten und eine Einführung in nicht-binäre Geschlechtsidentitäten aus psychiatrischer Perspektive.

Künstliche Intelligenz ist mit einer Hot-Topics-Session prominent platziert. Prof. Brian J. Wong (Kalifornien) spricht über „Facial Beauty and Artificial Intelligence“, Dr. Nitzan Kenig (Mallorca) über ethische Leitlinien für KI in der plastischen Chirurgie.

Keynote und Höhler-Lecture: Zwei Highlights des Programms

Die Keynote Lecture „AI and Plastic Surgery“ hält Jacques van der Meulen (Rotterdam). Ebenfalls als Keynote-Speaker gelistet ist Dr. Jay Calvert (Beverly Hills), der die Session „What I do and no longer do in Facial Aesthetic Surgery“ am Samstag eröffnet.

Das prestigeträchtige Höhler-Lecture am Freitagnachmittag wird von Prof. Foad Nahai aus Atlanta gehalten. Unter dem Titel „My Facelift Journey“ blickt einer der international einflussreichsten Facelifting-Chirurgen auf seine Karriere und die Entwicklung der Technik zurück. Die Laudatio hält Jay Calvert.

Ebenfalls am Samstag: Timothy Marten (San Francisco), einer der Pioniere des Extended Deep Plane Facelifts, präsentiert in einer Video-Session seine aktuelle Technik des „Contemporary Facelift“ sowie seine Methodik der Oberlippenstraffung.

VDÄPC Kongress 2026

Internationale Faculty: Über 60 Referenten aus 15 Ländern

Die Referentenliste liest sich wie ein Who’s who der internationalen ästhetischen Chirurgie. Neben den bereits genannten US-amerikanischen Experten sind Referenten aus Brasilien, Frankreich, Großbritannien, Schweden, Spanien, der Türkei, Rumänien, Lettland, Georgien und Bosnien-Herzegowina vertreten. Aus Deutschland sind unter anderem Prof. Lukas Prantl (Regensburg), Prof. Magnus Noah (Kassel), Dr. Niklas Noack (Berlin), Dr. Wolfgang Funk (München) und Dr. Holger Engel (Heidelberg) dabei.

Workshops und Rahmenprogramm

Neben dem wissenschaftlichen Programm bietet der Kongress drei Workshops zu den Themen Praxisgründung, Marketing und Injectables – praxisnahe Formate, die besonders für junge Fachärzte und Berufseinsteiger relevant sind. Ein eigener „Residents‘ Day“ richtet sich an Ärzte in Weiterbildung.

Am Freitagabend findet das Social Evening im Restaurant Austernbank statt – Dinner und Party in einem der etabliertesten Berliner Gastronomie-Locations.

Auf einen Blick: Alle Fakten zum VDÄPC-Kongress 2026

Was: 30. Jahrestagung der VDÄPC – The German Aesthetic Meeting

Wann: Freitag, 13. März 2026 (ab 7:15 Uhr) bis Samstag, 14. März 2026 (bis ca. 17:30 Uhr)

Wo: Grand Hyatt Berlin, Marlene-Dietrich-Platz 2, 10785 Berlin (Anfahrt siehe unten)

CME-Punkte: 12 (zertifiziert durch die Ärztekammer Berlin)

Kongresssprache: Überwiegend Englisch

Social Evening: 13. März 2026, Restaurant Austernbank

Organisation: boeld communication GmbH, München

Anmeldung und Programm: www.vdaepc-congress.de

Anfahrt zum Grand Hyatt Berlin

Das Grand Hyatt Berlin liegt zentral am Potsdamer Platz im Stadtteil Tiergarten. Die Adresse: Marlene-Dietrich-Platz 2, 10785 Berlin.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Der Potsdamer Platz ist einer der bestangebundenen Knotenpunkte Berlins. Die S-Bahn-Linien S1, S2, S25 und S26 sowie die U-Bahn-Linie U2 halten direkt am Bahnhof Potsdamer Platz. Von dort sind es etwa drei Gehminuten zum Hotel. Vom Hauptbahnhof erreichen Sie den Potsdamer Platz mit der S-Bahn in einer Station (S1/S2, Fahrzeit ca. 3 Minuten). Vom Flughafen BER fährt der FEX (Flughafen Express) zum Hauptbahnhof in rund 30 Minuten, alternativ bringt Sie die S-Bahn S9 über Kreuz zum Potsdamer Platz in etwa 50 Minuten.

Mit dem Auto: Über die A100 (Ausfahrt Innsbrucker Platz oder Schöneberg) erreichen Sie den Potsdamer Platz in wenigen Minuten. Das Grand Hyatt verfügt über eine hauseigene Tiefgarage mit direktem Zugang zum Hotel. Alternativ bieten die Potsdamer Platz Arkaden ein öffentliches Parkhaus in unmittelbarer Nähe. Bitte beachten Sie, dass für die Berliner Innenstadt eine Umweltzone gilt – eine grüne Feinstaubplakette ist erforderlich.

Mit dem Taxi: Vom Hauptbahnhof ca. 8 Minuten, vom Flughafen BER ca. 30 bis 45 Minuten je nach Verkehr.

Vorstand der VDÄPC

Dr. Alexander Schönborn (Präsident), Dr. Katrin Müller (Vizepräsidentin), Dr. Andreas Heitland (Sekretär), Dr. Stéphane Stahl (Schatzmeister)


Dieser Artikel basiert auf dem veröffentlichten Programm des VDÄPC-Kongresses 2026 (Programmstand: 27. Januar 2026, Faculty-Stand: März 2026) sowie den Angaben auf vdaepc-congress.de. Änderungen im Programmablauf sind möglich. Für aktuelle Informationen besuchen Sie www.vdaepc-congress.de.

Fotos: Webseite https://www.vdaepc-congress.de/