HYLASE® „Dessau“ soll ab Sommer 2026 wieder verfügbar sein

Der HYLASE® „Dessau Produktionsstopp brachte Unruhe in die Branche. Im DGBT-Webinar „Hyaluronidase Update“ gab es nun gute Nachrichten: HYLASE® „Dessau“ soll ab Sommer 2026 wieder als Arzneimittel für Injektionszwecke erhältlich sein. Für das Komplikationsmanagement bei Hyaluron-Fillern könnte die Rückkehr des Präparats eine relevante Rolle spielen.

HYLASE® „Dessau“ soll ab Sommer 2026 wieder als Arzneimittel für Injektionszwecke verfügbar sein. Das wurde nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für ästhetische Botulinum- und Fillertherapie e.V. im Rahmen des DGBT-Webinars „Hyaluronidase Update“ offiziell kommuniziert. Die DGBT führt auf ihrer Website einen eigenen Bereich für Ärzte-News und Fachinformationen zur ästhetischen Botulinum- und Fillertherapie.

Nach der im Webinar bekannt gegebenen Information wurde die Zulassung für HYLASE® „Dessau“ am 22. Mai 2026 final an die Kadima Med GmbH verkauft. Parallel dazu sei bereits seit rund einem Jahr in den Aufbau einer neuen Produktion in Deutschland investiert worden. Ziel sei es, die künftige Versorgungssicherheit nachhaltig zu stärken.

Für Behandlerinnen und Behandler in der ästhetischen Medizin ist die Ankündigung vor allem deshalb relevant, weil Hyaluronidase im Umgang mit bestimmten Filler-Komplikationen eine zentrale Rolle spielt. Das Enzym wird eingesetzt, um Hyaluronsäure abzubauen. In der Praxis ist es damit insbesondere dann von Bedeutung, wenn nach Hyaluron-Filler-Behandlungen unerwünschte Effekte oder medizinisch relevante Komplikationen auftreten.

Nach den im Webinar mitgeteilten Informationen sollen bestehende Anwendungs- und Dosierungsempfehlungen weiterhin Bestand haben. Weitere konkrete Angaben wurden für Juni angekündigt.

Interessierte Praxen können sich laut DGBT bereits unter der E-Mail-Adresse priorisierung@hylase.de vormerken lassen. Die Fachgesellschaft kündigte an, die weiteren Entwicklungen fachlich zu begleiten und über neue Informationen zu informieren.